Vision

 

Die ehemalige Produktionsstätte der Hansen-Werke bietet mit ihrer vielschichtigen Struktur aus Wohnraum, Produktionshallen, Ackerflächen und Naturschutzgebieten eine ideale Infrastruktur für ein alternatives Lebens- und Arbeitsprojekt, unter dessen Dach Menschen achtsam miteinander leben, lernen und arbeiten können. In Zeiten, in denen der Bezug zur Natur immer mehr an Bedeutung verliert und Menschen nicht mehr ihrem eigenen Rhythmus folgen dürfen, sondern zunehmend im Takt von Maschinen funktionieren sollen, ist es uns eine Herzensangelegenheit, einen entschleunigten Raum zum direkten Erleben von Kunst, Handwerk und Natur zu schaffen.

Wichtig ist uns dabei zu zeigen, dass wir nicht gegen die Gesellschaft sind. Weltverbesserer müssen aus unserer Sicht in der Lage sein, Veränderungen die sie sich wünschen positiv vorzuleben und sie somit transparent und sichtbar zu machen.

Natur erlebbar machen

Die verfügbaren Ackerflächen der ehemaligen Hansen-Werke sollen auf ökologische Weise, unter Verzicht auf jegliche Chemie bewirtschaftet werden. Dienen sollen sie der Selbstversorgung der Hausgemeinschaft, und als nutzbare Fläche für Mitmachgärtner, Schulen etc. Wir möchten, dass zukünftige Generationen wieder wissen, woher eine Kartoffel kommt und wie man sie anpflanzt, pflegt und erntet. Wir werden erlebbar machen, dass das Bewirtschaften eines Gartens verbunden mit dem Gefühl, durch körperliche Arbeit erschöpft zu sein, ein wohltuendes Pendant zur ständigen Denkarbeit unserer komplexen und schnelllebigen Zeit ist. Menschen brauchen Bewegung und Betätigung an frischer Luft und dies vorzugsweise in einer Gemeinschaft. Wir werden die Gelegenheit dazu schaffen.

Seminare und Workshops zu Themen wie Permakultur, heimische Kräuter und Heilpflanzen sind in Planung. Dazu bekommen wir Anfang 2018 weitere Verstärkung durch unsere beiden Spezialisten Alex und Moritz. Die beiden zaubern aus unserem Hausgarten nach und nach ein Permakultur-Paradies. In dem geschützten Gebiet der großen Kuhle planen wir zudem einen „Umweltpfad“.

   

Eine super klasse Gemeinschaft aufbauen

Basis und Motor für alle Aktivitäten wird eine teilweise offen-dynamische und teilweise dauerhaft-beständige Interessen-, Wohn- und Arbeitsgemeinschaft sein.

Es gibt eine feste Hausgemeinschaft, die sich aktuell bildet, stetig vergrößern kann und nach abgeschlossener Sanierung der Wohnhäuser bis zu 800 m² Platz für mehrere Parteien bietet. Inklusive sind gemeinschaftliche Aufenthaltsräume, Küchen und Gästezimmer, sowie eine Hauswerkstatt und Produktionsflächen für eigene Erzeugnisse aus dem Garten. Diese versorgen die Hausgemeinschaft und können nach Ausbau der Fabrikgebäude auch in dem hauseigenen Café der Kulturfabrik angeboten werden. Der Hausgarten mit anliegender Streuobstwiese sowie die Gewächshäuser und Ackerflächen werfen mehr als Genug dafür ab. Neben der Versorgung mit Nahrungsmitteln soll auch die Stromversorgung mittel- bis langfristig autark erfolgen. Hierfür werden in den kommenden Jahren nach und nach die Voraussetzungen geschaffen werden. Für die Hausgemeinschaft wünschen wir uns einen festen Bewohnerkreis, der durch Offenheit, Toleranz und Mitgefühl genügend Freiraum für jedes einzelne Individuum lässt. Die Privatsphäre aller Mitglieder und Wohnparteien ist uns dabei ausgesprochen wichtig und muss bewahrt und geschützt werden.

   

Entscheidend ist für uns, den Menschen so sein zu lassen wie er ist, ihn entsprechend seiner Neigungen und Fähigkeiten im gemeinschaftlichen Geflecht wirken zu lassen und die ihm eigene Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit zu respektieren. Ein in Grundsätzen übereinstimmendes Wertesystem und eine gemeinsame Visionen von alternativen Lebensweisen dienen als Eckpfeiler für gemeinsames leben, arbeiten, wirken.

In und um die spätere Kultur- und Handwerkerfabrik wird darüber hinaus die Möglichkeit bestehen in einer „Wanderunterkunft“ unterzukommen. Dafür soll unter Anderem die Produktionshalle mit „Kajüten“ ausgestattet werden um auch kurzfristig weiteren 30-40 Menschen eine befristete Unterkunft bieten zu können.

Last but not least sind auch kleine aber kuschelige Outdoorschlafplätze mit eingeplant und man kann mit seinem Camper/ Bauwagen oder Wohnmobil längere Zeit auf dem Gelände zu verbringen um an dem Treiben mitzuwirken, etwas zu lernen oder ein eigenes Projekt umzusetzen.

Daneben gibt es natürlich unser bereits bestehendes und sich jeden Tag erweiterndes riesiges Netzwerk an Helfern und regelmäßigen Besuchern. An dieser Stelle sei gesagt: Danke Leute, danke für eure Hilfe, Träume, Ideen, Treue und Liebe!

     

Raum für Kunst und Kultur

Im ehemaligen Produktionsgebäude der Hansen-Werke entsteht Raum, wo Kunst und Kultur wirken und sich präsentieren können, ohne dem üblichen Kostendruck ausgesetzt zu sein. Das Konzept sieht vor, dass dem Schaffen von Künstlern, Handwerkern und sonstigen kreativen Menschen auf einer gemeinnützigen Basis Raum gegeben wird. Ausstellungen, Kunsthandwerkmärkte und Konzerte sollen die Region interessanter machen und zu einem bunten, friedlichen und bereichernden Miteinander einladen. Geplant ist auch ein veganes Café als Begegnungsort und Umschlagplatz für Handwerk, Kunst und Ideen. Gleichzeitig werden hier Erzeugnisse aus dem hauseigenen Garten verarbeitet und angeboten. Die direkte Zug- und Busanbindung und die fix erreichbare A39 sowie die B1 bieten hierfür die ideale Infrastruktur.

Handwerk und Kunst fördern und erlebbar machen

Die ehemalige Lagerhalle der Hansen-Werke wird zum Zentrum handwerklicher Aktivitäten. Ziel ist es, eine breite Palette traditioneller Handwerkskunst zu etablieren und die Werkstätten auf gemeinnützige Weise verfügbar zu machen. Von Stätten der Holz- und Metallverarbeitung über eine Druckerei bis hin zu einer Schnapsbrennerei wird alles dabei sein – noch ist auch Platz für weitere Ideen. Altmeister können hier ihr wertvolles Wissen an nachfolgende Generationen weiter geben. Handwerker-Startups, Künstlern und Hobby-Bastlern wird die Möglichkeit gegeben, Prototypen zu erstellen, Geschäftsmodelle zu testen oder Kreativität auszuleben, ohne an den üblichen hohen Raummieten und Investitionen zu scheitern. Sie können außerdem nach dem „Open-Source Prinzip“ von dem Fachwissen vor Ort profitieren. Im Gegenzug arbeiten die Nutzer in einem vertretbaren Rahmen für das Projekt und die Gemeinschaft und sorgen dadurch für einen angemessenen Ausgleich.

Die Werkstätten werden auch für die Herstellung eigener Produkte genutzt. Wir wollen vor allem aufzeigen, dass es möglich ist unter Bedingungen produktiv zu sein, die dem individuellen Rhythmus und den persönlichen Neigungen der jeweiligen Person gerecht werden. Du fühlst dich angesprochen, weil du dein Herzensprojekt endlich realisieren möchtest? Kontaktier uns gern.

 

 

Upcycling

Wir werden erlebbar machen, dass aufgearbeiteter, sogenannter „Schrott“ verwendbar ist, indem wir diesen für den Auf- und Ausbau unserer Gebäude und Anlagen einsetzen. Z.B. Zweifachverglasung in Normgrößen wird im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen immer häufiger ausgetauscht, entsorgt  und durch eine Dreifachverglasung ersetzt, obwohl sie für Wohnhäuser, Gewächshäuser und Wintergärten durchaus verwendet werden kann.

Überschüsse an Pflastersteinen, Abwasserrohren, Dachziegeln und sonstigen Baumaterialien werden immer häufiger von regionalen Handwerksbetrieben und Privatpersonen bei uns angeliefert und dienen als willkommene Materialien, um unser Projekt weiter voranzubringen. Neben dem Upcycling zur Verbauung vor Ort, werden wir Produkte und Materialien aufarbeiten und wieder in den Kreislauf bringen. Das Aufarbeiten erfolgt in unseren eigenen Werkstätten mit freiwilligen und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Du möchtest Spenden oder Helfen? Unterstütze uns gern.